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Das Wichtigste in Kürze

„Demenz“ und „Alzheimer“ sind nicht dasselbe:

  • Unter Demenz versteht man ein Muster von Symptomen. Am geläufigsten sind Gedächtnis- und Orientierungsstörungen. Diese Einschränkungen können viele verschiedene Ursachen haben.
  • Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste dieser Ursachen.
  • Aber es gibt auch vaskuläre Demenzen, die Lewy-Körper-Demenz oder die Frontotemporale Demenz.

1,6 Millionen Menschen mit Demenz leben in Deutschland. Die meisten Erkrankten sind 65 Jahre und älter, aber auch jüngere Menschen können an Demenz erkranken.

Wie zeigt sich Demenz?

Menschen mit Demenz haben in der Regel zunächst Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis: Sie können sich heute nicht daran erinnern, gestern einen Frisörtermin vereinbart zu haben. Aber die Demenz ist keine reine Gedächtnisstörung. Im Verlauf der Erkrankung haben Menschen mit Demenz zunehmende Schwierigkeiten,

  • sich zu konzentrieren,
  • sich sprachlich auszudrücken,
  • die Mitteilungen anderer zu verstehen,
  • Situationen zu überblicken,
  • zu planen und zu organisieren,
  • sich örtlich oder zeitlich zurecht zu finden und
  • mit Gegenständen umzugehen.

Die Fähigkeiten sind soweit eingeschränkt, dass gewohnte Alltagstätigkeiten nicht mehr wie zuvor ausgeübt werden können. Meist kommen zu diesen geistigen (kognitiven) Einschränkungen Veränderungen der Persönlichkeit und des Sozialverhaltens hinzu. Menschen mit Demenz verhalten sich mitunter nicht den „gesellschaftlichen Normen und Regeln“ entsprechend. Sie reagieren impulsiv oder ziehen sich zurück. In Anbetracht der wahrgenommenen Veränderungen reagieren sie traurig, wütend oder auch verzweifelt.
Je nachdem welche Ursache eine Demenzerkrankung hat, unterscheiden sich die Symptome und deren Ausprägung. Der Verlauf einer Demenzerkrankung hängt zudem nicht nur von deren Ursache ab, sondern ist individuell sehr verschieden.

Wie Menschen eine Demenz erleben, wie sie in der Familie, im Freundeskreis oder innerhalb der Gemeinschaft eingebunden sind, ob sie ihre Fähigkeiten weiterhin einbringen können, hängt insbesondere davon ab, wie das persönliche Umfeld, ob Angehörige oder Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen, mit ihnen umgehen.

Angehörige von Menschen mit Demenz

Rund 80 % aller Menschen mit Demenz werden von ihren Angehörigen begleitet und versorgt – von Ehepartnern, Kindern und Schwiegerkindern, Enkeln oder von Freunden.

Die Bezugspersonen übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe, die sich in der Regel über viele Jahre hinzieht. Es gibt aber viele Möglichkeiten, aus der Zeit mit der Krankheit wertvolle und erfüllte gemeinsame Jahre zu machen.

Wichtig dafür ist es:

  • Wissen über die Krankheit und den Umgang mit der erkrankten Person zu erwerben,
  • die persönliche Würde von Menschen mit Demenz zu wahren und ihre Eigenständigkeit so weit wie möglich aufrecht zu erhalten,
  • frühzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen, bevor die Belastung zu groß wird.

Informationen zu Entlastungsangeboten, zum Umgang mit Menschen mit Demenz, zu wichtigen rechtlichen und finanziellen Regelungen und Verschiedenem mehr finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.